Über uns

Unser Flyer (pdf): HvL-Info-vierseitig

Das Heimatverdrängte Landvolk e. V. bietet seinen Mitgliedern Aufklärung und Hilfe zu Fragen der Rückgabe des Eigentums nach der Wiedervereinigung, zu Entschädigungs- und Ausgleichsleistungen sowie zu Rehabilitierungen. Das HvL begleitet die Mitglieder beratend bei der praktischen Durchsetzung der gesetzlichen Möglichkeiten.

In der politischen Arbeit setzt sich das HvL für eine gerechte Lösung im Sinne der Betroffenen ein. Als übergeordnete Ziele verfolgt das HvL

  • eine umfassende Wiedergutmachung des Unrechts gegenüber politischen Verfolgungsopfern, einschließlich des Eigentums und/oder einer angemessenen Entschädigung,
  • die Förderung der Aufarbeitung der kommunistisch-stalinistischen Willkür unter besonderer Berücksichtigung des SBZ-Unrechts,
  • das bis heute tabuisierte Wissen um dieses Unrecht sowie um die weitreichenden Folgen im politischen und gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern und auf dringend erforderliche Korrekturen hinzuwirken.

Um diesen Zielen näher zu kommen, werden regelmäßig Gespräche auf Landes- und Bundesebene geführt sowie Gesetzgebungs-verfahren aktiv begleitet. Seit 1948 bundesweit als gemeinnütziger Verband tätig, war das HvL bereits an der Gesetzgebung zum Lastenausgleich maßgeblich beteiligt.

Bitte helfen Sie uns durch Ihren Beitritt.

Sie stärken damit die Reihen derjenigen, die auf ihre Wiedergutmachung bis heute warten.

In einem regelmäßig erscheinenden Mitteilungsblatt wird über die Entwicklung auf dem Gebiet der Gesetzgebung, politische Aktivitäten sowie über aktuelle gerichtliche Schritte, juristische Verfahren und deren Ergebnisse berichtet.


Jahreshauptversammlung 2017

(c) HvL 2017 JHV 11.03.2017

(c) HvL 2017 JHV 11.03.2017

Prägend für die Jahreshauptversammlung 2017 war insbesondere das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte  vom 6. Juni 2016 in der Beschwerde Madaus gegen Deutschland: Im Februar 2017 konnte aufgrund des positiven EGMR-Urteils die Wiederaufnahme des nationalen strafrechtlichen Rehabilitierungsverfahrens vor dem Landgericht Dresden beantragt werden. Hierzu erklärte  der prozessführende Rechtsanwalt Dr. Johannes Wasmuth in einer Pressemitteilung vom 17. Februar 2017, dass wesentliche, neue rechtshistorische Erkenntnisse vorliegen, die den Vortrag weiter untermauern und dezidierte Antworten auf die bisherigen Einwendungen des Landgerichts Dresden geben. Rechtsanwalt Dr. Thomas Gertner stützt sich in seinem weiteren prozessualen Vorgehen ebenfalls auf das Urteil des EGMR: Nach  der Zurückweisung seiner Beschwerden durch das Bundesverfassunsgericht am 26. September 2016 hat er nach Ausschöpfung des nationalen Rechtsweges ebenfalls bereits Beschwerde vor dem EGMR eingelegt, u.a. unter Bezugnahme auf das EGMR-Urteil im Fall Madaus.
(c) HvL 2017 JHV 11.03.2017

(c) HvL 2017 JHV 11.03.2017

Rechtsanwalt Dr. Christoph von Katte informierte über die Neuausrichtung der Diskussion über Windkraft auf ehemaligen BVVG-Flächen: Seit dem Urteil des Kammergerichts Berlin vom 21. Dezember 2016 geht es nicht mehr nur um die Abführung von 75% des Erlöses von Windkraftanlagen, sondern der BVVG wird  ein Rückkaufsrecht von Flächen eingeräumt, sobald auf diesen die Errichtung einer Windanlage rechtlich möglich ist. Hierzu ist die Entscheidung des Bundesgerichtshofs  abzuwarten. Dr. Jörg Gerke stellte in seinem Vortrag insbesondere die Konzentration von Agrarland in den neuen Bundesländern, auch im Vergleich zu anderen postkommunistischen EU-Staaten im Zusammenhang mit land grabbing dar, insbesondere als Folge der verfehlten Wiedervereinigungspolitik im Agrarbereich, die die vorhandenen LPG-Strukturen zementierte, oftmals in Form unrechtmäßig umgewandelter Nachfolgegesellschaften. Wesentlich für die Wiedervereinigungspolitik gegen die grundgesetzlich geschützte Eigentumsgarantie ist die ausgeklügelte Einflussnahme der LPG-Kader. Diese Fehlentscheidung des Gesetzgebers für die Erhaltung unproduktiver, riesiger Agrarstrukturen ermöglichte erst die Entwicklung, gegen die heute der Gesetzgeber relativ machtlos entgegenzusteuern versucht, nämlich den Einkauf außerlandwirtschaftlicher sog. Investoren in große, aber offenbar wenig erfolgreiche LPG-Nachfolgebetriebe. Sollten Sie als Leser dieses Beitrags und Nichtmitglied des HvL an den Vorträgen interessiert sein, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des HvL in Salzgitter.

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Mitglieder des Vorstandes

Elisabeth Salomon, Präsidentin Jörg Hubertus Hörning, stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Haars, Geschäftsführer Carl Christian Hesse Günther Alexander von Wittich Olaf Henke, kooptiert   Sitzungen des Vorstands (Auswahl) 12. 03.2014 Vorstandssitzung in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Berlin 08.03.2013 Vorstandssitzung im Hotel Central Kaiserhof, Hannover 23.03.2012 Vorstandssitzung im Hotel Central Kaiserhof, Hannover 29.10.2010 Vorstandssitzung im Deutschen Historischen Museum, Berlin 13.10.2009 Vorstandssitzung in der Niedersächsischen Landesvertretung, Berlin

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65 Jahre HvL - JHV 2013

Die Jahreshauptversammlung des HvL am 06. April 2013 stand unter dem Zeichen des 65-jährigen Bestehens des HvL-Heimatverdrängtes Landvolk e. V. und unter dem Motto der SBZ-Propaganda "Rottet dieses Unkraut aus", Bereits in der Begrüßungsansprache forderte HvL-Präsidentin Elisabeth Salomon, dass das Schicksal der Opfer der stalinistischen Boden- und Wirtschaftsreform in Politik und Gesellschaft anerkannt und aufgearbeitet werden muss mit grundlegenden Konsquenzen für eine umfassende Rehabilitierung der Opfer. Eindringlich verwies sie auf die krassen Menschenrechtsverletzungen durch Verfolgungsmaßnahmen, Internierung und Ermordung, denen sich die Opfer allein durch Flucht enziehen konnten. Sie appellierte aber auch an alle Betroffenen, über ihr Schicksal nicht zu schweigen. 3 Eröffnung-Podium

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